Von der Steinzeit zur Römerstadt, von den Franken bis zum letzten Trierer Kurfürsten
Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt Ausstellungsstücke von Weltrang.
Besonders die Exponate aus der römischen Augusta Treverorum, einst eine der wichtigsten Städte im Römischen Reich, machen unsere Sammlung zu einer der bedeutendsten in Europa.
In der neuen Dauerausstellung werden die Besucher seit dem 13. Oktober 2009 zum ersten Mal seit Jahrzehnten zu einem geschlossenen Rundgang durch die gesamte Geschichte Triers und der Trierer Region eingeladen. Vom ersten Steinwerkzeug, das vor 200.000 Jahren von Menschen hergestellt wurde, über die Gründung der römischen Stadt, bis hin zum Porträt des letzten Trierer Kurfürsten aus dem 18. Jahrhundert lässt sich die Vergangenheit erfahren. Dabei werden Funde archäologischer Ausgrabungen, Kunstwerke und Erzeugnisse des Kunsthandwerks in neuer Form präsentiert und inhaltlich zeitgemäß vermittelt.
Zu den Exponaten zählen die ältesten von Menschen hergestellten Steinwerkzeuge der Region, die archäologischen Zeugnisse erster Dörfer und Siedlungen, aus der Bronzezeit Hortfunde mit Schmuck und Waffen sowie die Funde keltischer Adelsgräber, darunter auch beeindruckende Prunkgräber.
Von der Epoche, in der die Region ihre größte Bedeutung erlangte, der Zeit der Römer, werden erstmals die Spuren des ältesten römischen Militärlagers auf deutschem Boden sowie die für das Stadtgründungsdatum der ältesten Stadt Deutschlands wichtigen Pfähle der ersten Trierer Römerbrücke gezeigt. Die Ausstattung der Barbarathermen, einer der größten und prächtigsten Badeanlagen im Römischen Reich, die berühmten Grabdenkmäler aus Neumagen, unter denen sich das römische Weinschiff oder das „Schulrelief“ befinden, und die prachtvollen römischen Mosaiken, deren Sammlung die größte nördlich der Alpen darstellt, zeugen vom Glanz der Stadt, die als antike Kaiserresidenz einst zu Weltruhm gelangte. Die große Münzsammlung mit Hunderttausenden von Stücken erhält ihren ganz besonderen Rang durch den sensationellen Schatzfund von ca. 2.500 römischen Goldmünzen in den 90er Jahren, von denen ein Teil in der Ausstellung zu sehen ist.
Von der Zeit nach den Römern erzählen eindrucksvolle Grabfunde aus fränkischer Zeit, einen überraschenden Einblick in das Alltagsleben des mittelalterlichen Triers bietet eine Abfallgrube. Prächtige und qualitätvolle Bauskulpturen aus der Romanik und Gotik und die letzten erhaltenen Glasmalereien aus dem Trierer Dom führen dem Besucher die Bedeutung der Trierer Klöster und des Domes vor Augen. Mit einem Ausblick auf die Pracht der letzten Trierer Kurfürsten endet der Rundgang.
Viele der rund 3000 Exponate werden durch die Neueröffnung dem Publikum erstmals seit Jahrzehnten wieder zugänglich gemacht oder zum ersten Mal ausgestellt.
Seit dem 18. Februar ist auch der zweite Teil der neuen Dauerausstellung eröffnet, so dass das Museum nun komplett im neuen Glanz erstrahlt:
Mit den neu gestalteten Sälen zur Römischen Religion, zu den Großbauten der antiken Stadt, zur römischen Kaiserresidenz und zum Leben auf dem Lande sowie mit dem neuen Münzkabinett ist das Landesmuseum dann endlich komplett - zeitgemäß, modern und spannend.
Ausstellung ist Preisgekrönt
„red dot: best oft the best“ – Award 2011
Die ständige Ausstellung des Rheinischen Landesmuseums Trier wurde im Herbst 2011 mit einem der wichtigsten internationalen Preise für Design, dem „red dot: best of the best“ ausgezeichnet. Die Ausstellung erhielt den Preis in der Kategorie „communication design“für eine besonders innovative, moderne und mutige Gestaltung.

Relief mit Unterrichtsszene von einem römischen Grabmal. Um 180 bis 185 nach Christus
![fundstück [ INV G I O 104 ] Schwarzenbach:Etruskische Bronzeschnabelkanne.Um 400 v. Chr.](../../lib/04_Sammlung/FundstueckeSammlung/04_bild.jpg)
Bronzezeitlicher Hortfund. Um 1600 vor Christus

Steinwerkzeuge der ersten Menschen in der Region. 320.000 bis 40.000 Jahre alt

Bildfenster aus der Trierer Dom. Um 1530 entstanden

