Unsere kleine Online-Ausstellung

Maria mit Jesuskind

Fundstück

fundstück [ INV 1930, 56 ]

Fundort unbekannt: Maria mit dem Jesuskind auf dem Esel. Das kleine Bildwerk aus Pfeifenton wurde 1930 aus einer Privatsammlung angekauft. Es stammt aus einer Figurengruppe der „Flucht nach Ägypten“. Dieses Motiv aus der Weihnachtsgeschichte war in der Kunst um 1500 sehr beliebt. 

Apollo

Fundstück

fundstück [ INV 1939,150 ]

Hochscheid: Apollo. Im Idarwald auf dem Hunsrück wurde 1939 ein gallo-römisches Heiligtum entdeckt. Die Auswertung der gefundenen Inschriften und Steindenkmäler deutet auf einen Kult für die Götter Apollo und Sirona. Die Statue des Apollo mit Kithara und Greif wurde als Weihegabe gestiftet. 

Büste

Fundstück

fundstück [ EV 2002,108 FNr. 6/003 ]

Duppach-Weiermühle: Büste eines Knaben. Bei der Erforschung des Gräberfeldes zusammen mit über 50 weiteren Terrakottastatuetten geborgen. Eisennägel und die rechtwinklige Lage der Fundstücke zeigen an, dass diese ursprünglich in einer Holzkiste zwischen den Gräbern deponiert waren. 

Steinrelief

Fundstück

fundstück [ INV 831 ]

Neumagen: Steinrelief eines Seepanthers. 1878 bei Ausgrabungen in den Fundamenten des römischen Kastells entdeckt, zugehörige Teile wurden 1884 an anderer Stelle ausgegraben. Bei der Zusammenfügung der Stücke erkannten die Archäologen, dass sie zu einem Grabaltar mit mythologischen Szenen aus der Welt der Meeresungeheuer gehörten. 

Formstempel

Fundstück

fundstück [ INV ST 14719 ]

Trier: Formstempel mit Darstellung mehrerer Personen. 1933 in einer römischen Töpferwerkstatt im Süden der Stadt geborgen. Die ikonografische Untersuchung anhand der Ausformung des Reliefs ergab, dass der antike Mythos von Hylas unter den Nymphen in bislang einzigartiger Komposition gezeigt ist. 

Fortuna

Fundstück

fundstück [ INV 18564 ]

Pölich: Marmorstatuette der Fortuna. Einwohner von Pölich fanden 1887 ein römisches Badehaus, in dem die Fortuna bei den folgenden Grabungsarbeiten des Museums entdeckt wurde. Bis dahin waren noch kaum Spuren römischer Villen an der Mosel gefunden worden, wie sie der Dichter Ausonius beschrieben hatte. 

Schreibefibel

Fundstück

fundstück [ INV 1919, 135b ]

Minden an der Sauer: Scheibenfibel aus Bronze mit Pressblechauflage. Von einem Schatzsucher in einem frühmittelalterlichen Friedhof ausgegraben, später auf einer Auktion für 11.000 Reichsmark durch das Museum erworben. Die formgepresste Bildszene des Zierblechs zeigt die Drei Magier aus dem Morgenland in Begleitung eines Engels vor der thronenden Gottesmutter mit dem Jesuskind. 

Porträt

Fundstück

fundstück [ INV ST 3195 ]

Trier, Fleischstraße: Römisches Porträt einer jungen Frau. Bei der Auffindung 1901 waren Nase und Oberlippe beschädigt. In einem archäologischen Experiment wurden 1971 die fehlenden Teile der aus Carrarischem Marmor geschaffenen Skulptur für eine fotografische Aufnahme rekonstruierend nachmodelliert. 

Glashumpen

Fundstück

fundstück [ INV G 184 ]

Franken (Fichtelgebirge): Glashumpen. Ein unbekannter Maler dekorierte die Außenseite des mächtigen Gefäßes im Jahr 1650 mit dem kaiserlichen Doppeladler. Das in bunten Schmelzfarben ausgeführte Motiv war dem Künstler vorgegeben. Der Reichsadler war bis 1806 das offizielle Wappen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 

Bronzeschnalle

Fundstück

fundstück [ INV G I O 104 ]

Schwarzenbach: Bronzeschnabelkanne. 1849 von Dorfbewohnern im Prunkgrab eines keltischen Kriegers entdeckt. Die metallurgische Untersuchung ergab, dass ein keltischer Handwerker die Schnabelkanne nördlich der Alpen aus einem italischen Bronzegefäß geschaffen hat. Der Henkel wurde in Gestalt eines Akrobaten ausgebildet. 

Sarkophag

Fundstück

fundstück [ INV G II C536 ]

Ägypten, vermutlich westlich von Theben: Sarkophag einer jungen Frau. Er wurde zusammen mit der darin bestatteten Mumie 1860 von einer nach Alexandria ausgewanderten Triererin der „Gesellschaft für Nützliche Forschungen“ gestiftet. Der Bildsarkophag gehört zu den Lieblingsstücken der Besucher des Landesmuseums Trier 

Bugzier

Fundstück

fundstück [ INV 1962,8 ]

Trier, Moselfund: Bronzene Bugzier eines römischen Votivschiffes. Bei Bauarbeiten an der Römerbrücke wurde dieses einzigartige Fundstück entdeckt, von einem Baggerfahrer unterschlagen und nur infolge glücklicher Umstände aus dem Frankfurter Kunsthandel erworben. Die Archäologen vermuten in dem diademgekrönten Frauenporträt ein Bild der Flußgöttin Mosella. 

Schreibfeder

Fundstück

fundstück [ INV G 1497 / INV 1924, 319 ]

Trier, unbekannter Fundort: Schreibfeder aus Bronze. / Trier, Nikolausstraße: Tintenfass aus Ton. Durch Vergleich mit anderen Funden im Museum konnten die Schreibgeräte in die Römerzeit eingeordnet werden. Die Römer schrieben damit auf Papyrus. Das aus Ägypten importierte „Papier“ der Antike konnte in hiesigen Breiten nicht überdauern. 

Tonfigürchen

Fundstück

fundstück [ INV 1899, 748a ]

Bäsch/Dhronecken: Tonfigürchen eines geflügelten Paares. Bei Ausgrabungen des Museums in einem römischen Tempelbezirk zusammen mit zahlreichen gleichartigen Tonstatuetten entdeckt. Archäologen entschlüsselten die dargestellten Personen als Gott Amor und seine Geliebte Psyche. 

Eimer

Fundstück

fundstück [ EV 1990,88 ]

Oberweis: „Hemmoorer Eimer“ mit silberunterlegter Efeuranke. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in den Trümmern einer römischen Villa gefunden. Das außergewöhnliche Stück konnte erst 1990 durch Vermittlung eines Hamburger Museums aus Privatbesitz angekauft werden. 

Venus

Fundstück

fundstück [ INV 1935,107 ]

Hinzerath: Bronzestatuette der Venus. Die attraktive Göttin der Liebe und Schönheit wurde von einem Landwirt im Bereich des römischen vicus Belginum entdeckt und erst später als Fundsache gemeldet. Die Darstellung zeigt entgegen den ersten Forschungen nicht eine einheimische Quellnymphe, sondern „Venus nach dem Bade“. 

Silberkanne

Fundstück

fundstück [ INV 1992,51 ]

Trier: Spätantike Silberkanne mit christlichen Darstellungen. Von Bauarbeitern 1992 in der Nähe des Moselufers gefunden. Während der mehrere Monate dauernden Restaurierung der Kanne bestätigten Röntgenaufnahmen das fast Unglaubliche: Die Silberkanne ist aus einem einzigen Stück Metall getrieben! 

Frauenbüste

Fundstück

fundstück [ INV G O 4 ]

Sirzenich: Frauenbüste aus Silber. Im Jahr 1859 von einem nach Sand grabenden Arbeiter zusammen mit einem weiteren Exemplar entdeckt. Wurde bei der Auffindung durch die Hacke beschädigt. Die Büste ist ein Meisterwerk spätantiker Silberschmiedekunst, denn sie wurde aus einem einzigen Stück Blech getrieben.  

Schaftfragment

Fundstück

fundstück [ INV Reg. b 118 ]

Trier: Schaftfragment einer romanischen Halbsäule mit Relieffigur eines Fischweibchens. Die genaue Herkunft des reizvollen Objektes liegt im Dunkeln. Es wurde bereits im 19. Jahrhundert in der Sammlung der Königlich Preußischen Regierung in der Porta Nigra aufbewahrt. Die Darstellung des Meerweibchens galt im Mittelalter als Sinnbild der Unkeuschheit.  

Trinkbecher

Fundstück

fundstück [ INV 1905,318a ]

Trier, St. Matthias: Trinkbecher mit Ornamenten, Schriftzug und vier Götterbildern. Die „Trierer Göttervase“ gehört zu den schönsten der sogenannten „Spruchbecher“. Wegen ihrer weiten Verbreitung im Römischen Reich war lange unklar, dass diese Keramikart nur in Trier hergestellt wurde. Archäologische Forschungen haben dies jedoch eindeutig bestätigt. 

Fingerring

Fundstück

fundstück [ INV 6475 ]

Zerf: Goldener Fingerring. 1882 über einen Trierer Goldschmied vom Museum angekauft. Die eingravierte Inschrift FIDEM CONSTANTINO erweist das Schmuckstück als Treuebezeugung für Kaiser Konstantin und bestätigt kunsthandwerkliche Beziehungen zwischen Trier und dem Balkan in der Spätantike. 

Glasmedaillon

Fundstück

fundstück [ INV 1916, 87 ]

Trier, St. Maximin: Spätantikes Glasmedaillon mit Goldfolie, einst in eine Glasschale eingeschmolzen. Die Darstellung der knienden Frau mit bittend erhobenen Händen gibt eine Szene des Neuen Testaments wieder, vielleicht Martha vor Christus. Entdeckt wurde das Glas 1916 bei Ausgrabungen in der Krypta von St. Maximin. 

Glasbecher

Fundstück

fundstück [ INV 1906, 16 ]

Trier, St. Matthias: Römischer Glasbecher mit Ritzzeichnungen von Kämpfen im Amphitheater. Im Jahr 1906 von Privatleuten in einem römischen Grab zerbrochen aufgefunden und im Museum durch die Kunst der Restauratoren wieder zusammengefügt. 

Gemme

Fundstück

fundstück [ INV 2004,6 ]

Gillenfeld: Gemme aus grünem Halbedelstein. Gefunden bei systematischer Prospektion durch einen ehrenamtlichen Denkmalpfleger. Geomagnetische Untersuchungen führten zur Entdeckung des nahegelegenen römischen Tempelbezirks. Kämpfende Hähne und Adler erweisen sich in der ikonographischen Analyse als Symbole von Sieg und Überlegenheit.  

Kragenfibel

Fundstück

fundstück [ INV 1954, 246 g ]

Wederath: Kragenfibel aus Bronze. Bei ersten archäologischen Untersuchungen im keltisch-römischen Gräberfeld als Beigabe in einem Frauengrab geborgen. Die systematische Erforschung dieser Gewandspangen hat zu der Erkenntnis geführt, daß sie im Gebiet der Treverer ein typisches Kennzeichen der Übergangsphase von der ausgehenden Latènezeit zur frührömischen Epoche darstellen. 

Attis

Fundstück

fundstück [ INV 1963,1 ]

Trier, Moselfund: Römische Bronzestatuette des orientalischen Fruchtbarkeitsgottes Attis. Das mit 33,5 cm Höhe größte Objekt seiner Art in den Sammlungen des Museums wurde 1963 bei der Moselkanalisierung gefunden. Einem unglaublichen Zufall verdanken wir die drei Jahrzehnte spätere Entdeckung des exakt anpassenden linken Armes im Moselschlamm.